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Rollenspiel Anspruchsgruppen |
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Im Rollenspiel Anspruchsgruppen wird eine Problemsituation
aufgebaut, die von sechs Schülergruppen in der Rolle von
Anspruchsgruppen des Modellunternehmens A & S GmbH gelöst werden muss.
Das Rollenspiel ist in drei Phasen gegliedert:
- Motivationsphase: Die Spieler bekommen die Ausgangssituation des
Rollenspiels, ein anstehender Großauftrag eines Kunden, der Engpässe
hervorruft, präsentiert. Außerdem werden die Rahmenbedingungen und die
Abhängigkeiten der einzelnen Rollen vorgestellt, bevor die Spieler mit
ihrer konkreten Rolle vertraut gemacht werden und dem
Entscheidungsproblem des Unternehmens und dem daraus resultierenden
Dilemma.
- Aktionsphase: Diese Phase teilt sich in vier weitere Phasen auf.
In der ersten Phase sollen die Spieler eine klare Zielsetzung und die
dazugehörigen Argumente formulieren, um ihr gruppenindividuelles Ziel
zu erreichen. Diese Ergebnisse werden in einem ersten
Sondierungsgespräch mit allen Gruppen, jeweils vertreten durch einen
Sprecher, im Kontext der Argumentation der anderen Gruppen geprüft
werden. In der zweiten Phase bekommen die Gruppen die entsprechenden
Punkte für die am Ende erreichten Ziele. Das Handlungsziel der Spieler
stellt sich in der Erreichung möglichst vieler Punkte dar. Ein Abgleich
der vorher festgelegten Ziele soll diese mit dem jetzt gefestigten
Handlungsziel abgleichen und gegebenenfalls korrigieren. In der dritten
Phase treten die Teams in direkten Kontakt und versuchen so mit den
einzelnen verantwortlichen Gruppen einen Konsens zu erreichen. Dies
soll durch eine Analyse der möglichen Intentionen der einzelnen Gruppen
unterstützt werden. In der vierten Phase gehen die Gruppen nach einer
internen Beratung in die finale Verhandlungsphase, um zu einem Ergebnis
zu kommen. Auf Basis dieser Entscheidungen werden die Punkte ermittelt
und die Teams untereinander verglichen.
- Reflexionsphase: Im Plenum werden nach dem eigentlichen Spiel die
Ergebnisse und die Ursachen für die individuellen Entscheidungen
besprochen und reflektiert. Darüber hinaus werden auch die entstandenen
Konfliktsituationen thematisiert und analysiert. Es sollen dabei auch
alternative Wege besprochen bzw. die Konsequenzen anderer
Entscheidungen verdeutlicht werden.
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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 02. Februar 2008 um 14:45 Uhr |